Das Farbenmonster –
Gefühle spielerisch entdecken
Im Zuge unseres Jahresthemas “Bilderbücher musikalisch und in Bewegung erleben“ tauchten die Kinder mit dem Buch „Das Farbenmonster“ spielerisch in die Welt der Emotionen ein. Gefühle zu erkennen, zu nutzen und zu verstehen ist eine wichtige Fähigkeit, die Kinder nach und nach entwickeln.
Zuerst stellte ich den Kindern das Buch im Morgenkreis vor und wir ordneten die Farben den jeweiligen Emotionen zu: Gelb für Freude, Blau für Traurigkeit, Rot für Wut, Schwarz für Angst und Grün für Gelassenheit und Rosa fürs verliebt sein. Mit passenden Plüschmonsterchen, die den Kindern ihre Emotionen näherbrachten, tauchten wir in die verschiedenen Stimmungen ein. Besonders das rote Wutmonster sorgte für Begeisterung, als es laut schreiend und voller Wut vor den Kindern stand und seine Emotionen eindrucksvoll zum Ausdruck brachte. Die Kinder tanzten zu fröhlicher, trauriger oder wütender Musik und sammelten dabei farbige Kreise, die sie in die passenden Gläser einsortierten. So lernten sie spielerisch, Emotionen zuzuordnen.
Gemeinsam überlegten wir, was uns glücklich, traurig, wütend oder ängstlich macht, und hielten unsere Gedanken auf einem Plakat fest. Auch kreative Aktivitäten durften nicht fehlen. Die Kinder malten farblich passende Bilder zu den Emotionen und wurden mit entsprechenden Gesichtsausdrücken fotografiert. So entstand ein persönliches Gefühls-Barometer, das ihnen half, ihre Emotionen besser wahrzunehmen.
Bewegung spielte in unserem Projekt eine zentrale Rolle. In einer abwechslungsreichen Bewegungseinheit konnten sich die Kinder ausprobieren: Beim „Monster-Fußabdruck-Hüpfen“ kamen sie ordentlich in Bewegung , beim „Farben-Würfel-Hüpfspiel“ durften sie nur die gewürfelte Farbe betreten, während sie beim Spiel „Monster-Wäsche“ eine Strickleiter hinaufkletterten, Wäscheklammern sammelten und diese an farblich passenden Chiffontüchern befestigten. Dabei trainierten sie ihre Grob- und Feinmotorik sowie ihre Koordination. Diese Spiele stärken nicht nur die Körperwahrnehmung und Motorik, sondern festigten auch die Verbindung zwischen Farben und Emotionen.
In der Musikstunde vertieften wir das Thema weiter. Jedes Gefühl wurde mit einem passenden Instrument dargestellt – die Trommel für Wut, die Meerestrommel für Traurigkeit, die Donnertrommel für Angst, das Glockenspiel für Freude. Gemeinsam musizierten wir und erlebten, wie sich Stimmungen durch Klänge ausdrücken lassen.
Ein wichtiger Aspekt war auch der Umgang mit schwierigen Gefühlen. Wir besprachen Strategien, um mit Angst und Wut umzugehen. Das „Mut-Mudra“- Ich bin ganz mutig -eine spezielle Handhaltung aus dem Yoga, stärkt das Selbstbewusstsein, während eine schwere Gewichtsdecke Trost spendete, wenn sich Angst zeigte. Unsere Wut ließen wir durch lautes Schreien, Stampfen und Trommeln auf der Brust raus. Dazu brüllten und boxten wir in Kissen – eine befreiende Erfahrung für die Kinder!
Die Kinder genossen eine entspannende „Farbenmonster-Massage“, bei der sie mit sanften Berührungen die verschiedenen Emotionen nachspüren konnten.
Auch mathematische Lernaspekte flossen in unser Projekt ein: Beim Farbenmonster Zahlenspiel ordneten die Kinder den Zahlenbildern die passende Anzahl an Monstern zu. So entwickelten sie spielerisch ein Verständnis für Mengen und Zahlen.
Das Farbenmonster-Projekt hat nicht nur die emotionale Kompetenz der Kinder, sondern auch Kreativität, Sprache und Motorik gefördert. Durch die Kombination aus Bewegung, Musik und kreativem Gestalten wurde Lernen mit allen Sinnen möglich.







